Himbeermund

hey leutz,

schöne grüße und eine neue geschichte.....

Es regnete.Das mädchen saß schweigend am fenster und beobachtete die schweren regentropfen, die trommelnd gegen die fensterscheiben schlugen, um sich dann in kleinen bächen herunterrinnend zu verlieren.Das zimmer war dunkel - das mädchen fühlte sich wie in einem schwarzweißfilm, ohne ton; die stille schwebte wie ein stilles vakuum im luftleeren raum.Der himbeersaft schimmerte rot in seinem glas und auch seine lippn schienen wie von rötlichem saft durchdrungen.Ein schwaches lächeln zeichnete sich in seinem gesicht ab; es genoss solch ruhige momente wie diesen, denn die welt dort draußen war viel viel zu laut, zu hektisch, zu viele gespräche drehten sich um probleme, banales, geld.doch dann drang lautes poltern an sein ohr; jemand schrie hysterisch und ein kurzes lautes klirren erfüllte die luft - die nachbarn stritten mal wieder.Am liebsten wäre das mädchen nach unten gegangen, um den streit zu stören und die nachbarn zu bitten, doch leiser zu sein, aber dazu mangelte es ihm an mut, es fürchtete sich vor deren reaktion.Also blieb es am fenster sitzen und leise tränen rannen ihm die weichen wangen hinab, tränen über all den hass und den zorn, den viele menschen grundlos hinaufbeschworen.Es fühlte, wie eine leichte müdigkeit in ihm hochkroch; genießerisch schloss es die schweren augenlider und versank nach und nach in seiner traumwelt, wo krieg, hass und zerstörung keinerlei platz hatten...

In seinm traum schlenderte es mit leicht federndem gang über eine lichtung; sonnenstrahlen kitzelten es i gesicht und das murmelnde gurgeln des kleinen baches schien die stille nur zum vergnügen zu untermalen...

Gerade wollte das mädchen sich nach einer rotblühenden blume bücken, doch...

"Kim, essen ist fertig!"

Das mädchen wurde aus seinen träumen gerissen; es öffnete die augen - niemand sollte es stören.Sein roter mund glänzte mehr denn je vom himbeersaft und sein letzter gedanke, der eine rolle spielte, war, dass eine traumwelt zwar gut und schön, aber das Hier und jetzt in der realität jedoch eine aufgabe sei, an der zu arbeiten sich lohnen würde, um ein bisschen licht in die welt scheinen zu lassen.

 

Und die moral....träumen ist schön, zuviel davon aber macht müde!

die geschichtenerzählerin

6.10.06 16:30

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Mom 2 (16.11.06 11:54)
Wie wäre es mal mit einer lustiger Geschichte, junge Dame !!! Es gibt doch so viele schöne Momente in Deinem Leben, oder ?

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